Eine Perlengeschichte von Gunter Lorenz
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Es war PERFEKT in jeder Hinsicht. 

Ich selbst habe bis heute ca. 600 Ölbilder angefertigt, war in Europa in zahlreichen Galerien und Austellungen und habe von den „alten Meistern“ bis hin zur Abstrakten Kunst sehr viel gesehen. Aber dieses Staubbild hatte die Qualität eines Michelangelo’s. Geschaffen aus dem Staub von alten Wänden, feinsten Holzspänen aus Tür und Fensterrahmen und dies – von einem 14 jährigen pubertierenden Jungen.

Ich war so begeistert von diesem Werk, dass ich minutenlang davorstand und es mit der gleichen Ehrfurcht betrachtete wie einen Riesenschinken von William Turner. Da war ein Portrait eines alten Mannes – umschlungen von Pflanzen und Blumen sowie einigen Tierköpfe mit und ohne Hörner und verschieden Echsen zu sehen.

Dieses einmalige und kurzlebige Staubbild war so stimmig und perfekt, dass mir gar nicht auffiel, dass der Sohnemann wieder neben mir stand. Ich brachte kein Wort raus und zeigte nur mit meiner rechten Hand auf sein Meisterwerk. Er aber antwortete ganz cool: “I know !“ und erklärte mir jede einzelne Pflanze und Blume und nannte sie beim NAMEN. Auch über seine Tiere erzählte er mir eine kurze Story und der alte Mann war einer seiner Ahnen.

Keiner der Anwesenden hatte einen Fotoapparat bei sich – und wir wussten, dass dieses Meisterwerk in wenigen Stunden oder vielleicht schon bei den nächsten kleinen Windstoss wieder zu einer einfachen gemeinen Staubschicht wird. 

Ich war stolz, Zeuge dieser Einmaligkeit zu sein. Durch meine Faszination über dieses Werk änderte sich auch das negative Gefühl zu dem Raum. Ich war o f f e n und so f r e i in diesem Moment und ich spürte, dass ich mit jedem auf der Welt – sofort – telepathisch in Kontakt treten könnte. Ich wusste es einfach – in diesem Moment.

Es war mir in diesem Augenblick so klar, dass ich mich in einer Art telepathischen Telefonzelle befand und war einfach nur glücklich. Man braucht sich die Person – mit der man kommunizieren möchte …“nur“ intensiv vorzustellen – beim NAMEN nennen – und schon ist die Verbindung hergestellt. Und genau in dieser … “freien und offenen“ … Situation vernahm ich wieder die Stimme

“Bist du nun von meinen Fähigkeiten überzeugt ?“ 

äehhh …. jaaa … gab ich zur Antwort. 

Diesmal kam die Stimme aber nicht aus meinen Kopf, sondern aus dem Vorraum und gesprochen vom Sohnemann, der wieder den Raum betrat. Diesmal war sein Lächeln freundlich und sein seitliches Kopfnicken verstand ich auch. Also gingen wir beide nach draußen und setzten uns auf die Stiegen. Fasziniert und leicht betäubt von den so eben Erlebten fragte ich ihn: 

“Warst du das ALLES ?“ 

Er nickte. 

Wie machst du das? … war meine nächste Frage. 

Nur ein „Spiel“ – es ist eine Gabe aber manche von uns haben es schon verlernt. 

Also steht es jetzt 1:0 für dich … sagte ich und wir beide mussten lachen. 

Aber warum das Spielchen? fragte ich nach. 

Es ist wichtig, den NAMEN des anderen zu wissen, wenn man mit ihm in Kontakt treten will. 

Wie heist Du ? … kam es endlich aus meinen Mund. 

“G e r a l d“ 

und mein Name ist … Gunter 

Wir reichten uns die Hände und er sagte: “Ohne Namen ist man wie ein wertloser Gegenstand. Du kannst ein Tier töten um dich zu ernähren und sollst dich dafür bei dem Tier bedanken. Wenn du aber einem Tier einen Namen gibst ist der Tötungsakt fast unmöglich.“ Dieser Platz war früher einer von vielen heiligen Orten der Aboriginale und sie kommunizierten auf telepathischer Weise mit anderen Stämmen – erklärte er mir weiter. 

Wir standen auf und gingen wieder ins Haus zurück. Bevor ich aber den Raum betrat – verbeugte ich mich. 

28. Dezember 2006 

Zur selben Zeit am selben Treffpunkt. Diesmal konnte ich am Beifahrersitz Platz nehmen. Edward war diesmal ohne seinem Sohn Gerald unterwegs – was mir jetzt leid tat. Das Autoradio war auf Zimmerlautstärke gestellt und als wir bei der Baustelle ausgestiegen, sind war auch die Außentemperatur erträglich. 

Und es hörte sich ganz nebensächlich an, als Edward sagte: „Du hast gestern einen ausgezeichneten Job gemacht – aber du hast eine Kleinigkeit vergessen zu streichen!“ Er ging mit mir zu dem Türstock des Raumes und zeigte auf zwei kahle Streifen …….. wo sich einst Sensoren befunden haben. 

ENDE 

Gunter

 

Gunter Lorenz  

bei eventuellem Interesse für meine Ölbilder – Webseite – (english)

http://fineart-g-lorenz.weebly.com 

Facebook: (deutsch) http://facebook.com/gunter.lorenz.guelo

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Über Jeannette

Hallo & willkommen! Ich bin Viola Jeannette Riner und ich helfe Menschen dabei, ihr inneres Glück zu finden. Mein Motto ist „Folge deinem Herzen!“ – damit du das tun kannst, unterstütze ich dich, mit deinem eigenen Licht und Potenzial in Kontakt zu kommen. Ich bin Alpha Chi Consultant (ACC) und habe u.a. Ausbildungen in der Starlight-Essences-Therapie, Atlantischer Kristallheilung und Lotus Healing. Übrigens: „Viola“ ist mein spiritueller Name und bedeutet: „Die mit dem Herzschlag der Erde tanzt und mit dem Licht der Kristalle Heilung bringt“. Ich freue mich, dich kennenzulernen www.jeannetteriner.com

Kommentare

Eine Perlengeschichte von Gunter Lorenz — 7 Kommentare

  1. Lieber Günter
    Erstens ist die Geschichte echt ein Wahnsinn die einem Gänsehaut verschafft und auch Tränen weil diese so berührend ist.
    Und Zweitens kann ich dir berichten, dass wir uns täglich bei getaner Arbeit bei unseren Maschinen bedanken für ihre tolle Leistung. Jetzt sind wir gerade auf der Suche nach Namen für unsere Maschinen.

  2. Danke für diese Geschichte, bin tief berührt, was für ein Wunderwerk, dank auch an den Geist der Aborigines
    LG Erika

  3. Lieber Gunter!

    Deine Geschichte zeigt mir ganz klar, das DU am richtigen Ort lebs, wo Du mit Dir und der Natur im Einklang bist. Geniesse es weiterhin die Energie der Aborigenes in Dein Leben ein zu binden…. weiterhin tolle Erlebnis auf dieser Ebene!

    Glb Herzensgrüße Susanne

  4. Lieber Gunter
    wenn nichts in unserem Leben ist und alles um uns herum verändert ~ alles erschafft sich immer wieder aufs Neue ~ ein solches Erlebnis voller Vertrauen und Führung ist ein „Gespräch mit Gott“. Ich danke Dir für deine berührende Geschichte.
    Erschaffe es immer wieder NEU, sagt mir das.
    Ich Grüsse Dich aus Gran Canaria
    Jeannette

  5. Herzlichen Dank für diese packende, wundervolle Gänsehaut-Geschichte! Nachdem ich deine Bilder betrachtet habe, wundere ich mich gar nicht mehr über dein ausserordentlich feines „Gschpüri“. Nochmals ganz herzlichen Dank.
    Liebe Grüsse aus der Schweiz
    Annemarie

  6. Hallo Gülo,
    über Manu`s Freundschaftsanzeige bin ich auf deine Seite gekommen.
    Eine sehr schöne Geschichte.
    Kraftorte lassen dich zum höheren Selbst verbinden.
    So gelingt`s Dir, alle Antworten in dir selbst zu finden, auf diese zu Vertrauen und zu erkennen was wirklich von der höheren Warte kommt.
    Liebe Grüße aus Regensburg.

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