Eine Perlengeschichte von Erika Kubinger
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Das Geheimnis des verlorenen Schlüssels

Erika KubingerManchmal, ja aber wirklich nur manchmal, denke ich, dass es zwischen Himmel und Erde noch eine Menge mehr gibt, als wir wahrnehmen können und wollen. Eigentlich weiß ich es, aber irgendwie ist diese „Materie“ für mich nie greifbar, ist sie ja auch tatsächlich nicht, dadurch tue ich mir sehr schwer es einfach so anzunehmen. Ja, so ist es, aber seit heute bin ich wieder mal gewillt, zu glauben, dass es Kobolde gibt, die sich Scherze mit uns Menschenkindern erlauben.

Meine Lara, sie ist meine geliebte Berner Sennenhündin. Wie es sich für die Rasse gehört ein bisschen stur und eigenwillig, aber total liebesbedürftig, liebevoll, verschmust, nach Nähe suchend und gutmütig zu Mensch und Tier, mal abgesehen von Katzen, denen jagt sie immer hinterher, sind aber eh schnell am Baum und abgesehen von Enten, die jagt sie auch und wenn sie eine erwischt, gibt das einen köstlichen Sonntagsbraten für Lara, hat ihr das Frauerl aber vereitelt und wieder aus dem Maul gezogen, Ente war etwas erschrocken, aber wohlauf. So, das ist Lara in Kurzbeschreibung.

Aber wo war ich denn eigentlich stehengeblieben bei meinen Erzählungen. Ah ja, also Lara und ich wollten an einem Samstag einkaufen fahren und danach eine schöne Herbstwanderung von Kritzendorf nach Hadersfeld unternehmen, Es ist gerade Altweibersommer, das Laub beginnt sich zu verfärben, der Himmel ist in seinem schönsten Blau gefärbt. Hab das Auto schon aufgesperrt, Lara saß schon drinnen, Hund könnte ja vergessen werden, darum hüpft sie mal schnell ins Auto und ich habe die Leine im Haus vergessen und will sie noch schnell holen. So, ja, ich will die Leine holen, auf der Terrasse angekommen, möchte ich die Eingangstüre aufsperren – oje, hab den Schlüssel beim Auto vergessen, also wieder runterlaufen – wir haben nämlich ein Stelzenhaus in 2m Höhe- na gut ich, beim Auto angekommen, finde keinen Schlüssel. Schon hält ein etwas seltsames Gefühl Einzug bei mir, aber gut ich beginne zu suchen, alles Türen, unter dem Auto, Automatten raus, Lara raus, gut nichts – Tasche ausgeräumt, aber seltsamerweise tauchte der Schlüssel nicht mal aus den unerschöpflichen Tiefen meiner Tasche auf.

Gut, ganzer Weg zurück, Sucherblick auf die Rampe, Sucherblick in den Rasen daneben, Sucherblick auf die Stufen, auf die Terrasse, auf und unter Sträucher – kurze Verstandesmeldung, na das ist ja unmöglich, ich stehe ausserhalb meines Hauses, das Haus ist zugesperrt, so viele Möglichkeiten gibt’s ja nicht und in Luft kann er sich ja nicht aufgelöst haben.

Gut nochmals die gleiche Suchaktion starten, mit intensiverem Suchblick und dann, was ist da passiert   –  nichts, der Schlüssel blieb verschollen. Es gibt keinen Kanaldeckel, der Rasen ist kurz geschnitten, kaum mehr Laub auf den Sträuchern, logische Erklärung finde ich keine, naja kein Einkauf, Laraspaziergang von zu Hause aus, Eingangsschlüssel vom Nachbarn holen. Leider ist kein zweiter Autoschlüssel vorhanden, den hat mein Mann mal verloren und wir habens verabsäumt einen nachmachen zu lassen. Das wars, das Auto bleibt vorerst stehen.

Die Autofirma teilte mir mit, dass mein Auto zu alt sei, damals gabs keine Schlüsselcode und so muss ich alle Schlösser, inklusive Zündschloss austauschen. Ist natürlich mit vielen Kosten verbunden und so war klar für mich, ich warte noch. Ausserdem habe ich gespürt, der Schlüssel wird wieder auftauchen, habs gespürt, naja und logisch wärs ja wohl auch gewesen, er kann sich ja nicht in Luft aufgelöst haben.

Aber ich hab schon gespürt, dass da auch eine Erkenntnis  für mich drinnen liegt in dieser Situation und dass er danach, wie von selbst, wieder auftaucht.

Aber das ist halt so eine Sache mit den Erkenntnissen, die kannst halt nicht erzwingen oder zeitlich bestimmen. So fuhr ich halt tagtäglich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder meinem Mann in die Arbeit.

Das Leben kriegt dann wieder auch eine eigene Qualität – alles anders organisieren, vieles Unnötige weglassen, die Entdeckung der Langsamkeit, Entschleunigung, ich war nicht sauer auf die Situation, nur extrem verwundert.

So erzählte ich das den Nachbarn, die mich falsch verstanden haben und geglaubt haben, ich habe den Schlüssel im Auto eingesperrt und kann jetzt nicht rein und sie haben einen befreundeten Mann angerufen und der hatte einen Freund, der Autos aufmachen konnte.

Diese zwei Männer kamen während meiner Abwesenheit und wollten das Auto öffnen, waren aber ganz erstaunt, dass es ja sowieso offen stand, die Zwei sind mir zufällig entgegengefahren, als ich vom Zug heimging und haben mir erzählt, dass mein Auto ja soundso offen ist, da ich zu diesem Zeitpunkt mit dem Handy telefonierte, hab ich mich nur gewundert, über diese kurze Aussage. Hab das den Nachbarn erzählt und die hat mir dann das Geschichterl erklärt. Habs sehr süß und berührend gefunden, wie hier eine Welle der Hilfsbereitschaft in nächster Nähe ausgebrochen ist.

Naja, die Tage vergingen, der Schlüssel blieb verschollen.

Wofür steht eigentlich Schlüssel als Symbol – für Öffnung, zumindest für mich, ich sage euch nichts passiert einfach nur so, man/frau muss es nur deuten können.

Ich habs ja zuerst mal gedeutet, dass ich hier einen Schuß vorm Bug bekomme, weil ich zu bequem war, den Reserveschlüssel rechtzeitig zu organisieren. „ Wer nicht hören will, muß fühlen“ – und das mit den Schlössern austauschen tat mir schon weh, wegen des Geldes. Hab die Lektion gelernt, möchte Dinge schneller erledigen und nicht mehr so auf die lange Bank schieben. Jawohl.

Dann kam der Tag der Tage, ich beschloss, ich habe genug gewartet, der Schlüssel taucht nun doch nicht mehr auf und ich werde die Schlösser austauschen. Hab dazu, gerade am Bahnhof wartend, die Autofirma angerufen, aber es lief leider nur ein Tonband, und es war kurz vor 17 Uhr, so wusste ich, es wird sich heute wohl mal wieder nicht ausgehen.

Aber, als ich gerade in der eh nicht überfüllten Abendschnellbahn saß, kam ein Rückruf von der Autofirma, super, ja, nur leider konnte ich den Herrn am anderen Ende der Leitung nicht verstehen,  aufgrund des Lärmpegels aller Pendler und den Zuggeräuschen. Hab ihm zu verstehen gegeben, dass ich ihn in 20 Minuten nochmals kontaktiere, wenn ich aus dem Zug draussen bin. Gesagt, getan,  a b e r  jetzt war wirklich niemand mehr in der Firma. Mein einziger Kontakt beschränkte sich auf die Tonbandansage, die mir mitteilte, dass ich außerhalb der Dienstzeit anrufe.

Irgendwie wars dann vorbei mit meiner stoischen Ruhe, auf dem Nachhauseweg fiel mir wieder mein heiliger Antonius ein.

Freunde hatten mir empfohlen, wenn man was verliert, soll man ihn kontaktieren, er hilft. Hat nicht geklappt bei diesem Fall, ich habs des öfteren probiert.

Ich war zu diesem Zeitpunkt echt verzweifelt (also in einem „echten“ Gefühl) und in einem gewissen Zugzwang, weil ich ja jetzt sicher wusste, morgen bestelle ich die neuen Schlösser und die kosten viel Geld. Dieses Gefühl überfiel mich einfach, hab nichts dafür getan. Im Gegenteil, eigentlich hab ich mich ausgesöhnt mit den neuen Schlössern und mir gedacht, dass steht für Erneuerung, auch was Gutes.

Aber so ging ich in meiner Verzweiflung nach Hause und stand im Garten hinter dem Haus und habe nochmals mit flehendem Herzen den heiligen Antonius angerufen, wenns Dich wirklich gibt, dann zeig mir jetzt wo der Schlüssel liegt.

Danach war ich total ruhig, eine echte Ruhe breitete sich in meinem Körper aus und ich wollte ins Haus gehen.

Als ich bei den oberen Stufen angekommen bin, musste ich meinen Eingangsschlüssel in der Tasche suchen ( wohlgemerkt in den Tiefen einer Frauenhandtasche!!), hab ihn gerade herausgezogen, da fiel mein Blick, wie durch „Zauberhand“ geführt, auf unseren Malvenstrauch neben den Stufen, und oh Wunder, was glänzt denn da – mein Schlüsselbund in voller Pracht.

Ich war zu Tränen gerührt und aufs Tiefste berührt, wie die geistige Welt reagiert, wenn Du echt aufrichtig mit ihr kommunizierst, sie begleiten Dich, sie helfen Dir, man muß ihnen nur die echte Chance geben, indem man Gefühle zuläßt und es nicht vom Verstand aus macht – das bedeutet für uns Menschen, ein Loslassen, ein sich öffnen, Vertrauen und last but not least ist es auch eine gewisse Übung und Aufmerksamkeit, aber am wichtigsten ist wohl, dass Du dich vom ganzen Herzen öffnest

Das ist wieder eine von den vielen wunderbaren Geschichten in meinem Leben, wo die göttliche Welt mich geleitet hat, und auch in sehr direkter Art ihre Hilfe gezeigt hat.

Viele, viele Geschichten werde ich für euch noch aufschreiben, denn das ist ein Teil meiner Berufung, sie aufzuschreiben, um zu zeigen, dass Hilfe, auch in aussichtslos scheinenden Momenten möglich ist, dass Wunder jederzeit geschehen können, dass das Herz eines unserer Zentren ist, dass wir geführte Wesen auf diesem Planeten sind, wenn wir es zulassen, dass Heilung für jeden Einzelnen möglich ist – umgedreht, die einzige Möglichkeit für ein Fortbestehen dieses Planeten mit ihren Menschen darauf ist, denn wir sind am Wendepunkt einer langen geschichtlichen Phase, jetzt können wir uns dem Zuwenden wofür wir gekommen sind, aber nur wenn wir uns der geistigen Welt öffnen.

Es ist  5 vor 12 – fangen wir an, es gibt viel zu tun, organisieren wir uns in Netzwerken, in Internetforen, gehen wir nach draussen und klären Menschen auf in unserem Umfeld, die Erde ist schön, die Welt wie wir sie uns als Gesamtheit der Menschen geschaffen haben nicht, dafür gibt’s zuviel Gier, Krieg, Armut, Hunger.

Ich kann nicht alles beseitigen, für mich ist der Zugang bei mir anzufangen – mehr MIT-GEFÜHL zu entwickeln und kein MIT-LEID und auch keine Ignoranz ( dieser letzte Absatz wurde „geführt“ geschrieben, ich als Person wähle nie diese Worte, aber ich finde sie wahr und berührend, das finde ich für mich, das schönste am Schreiben, mediales Schreiben – urcool!! – das in Klammern ist wieder von mir – :-) )

In diesem Sinne, Euch allen, die das Lesen, hoffe ich ein klein wenig berührt und ganz viel wachgerüttelt zu haben

Namaste

Erika

Erika KubingerHomepage in Arbeit

Tel: 0676/ 55 38 033

Email: kubinger2003@yahoo.de

Schamanismus, Spiegelgesetzcoach, Körperarbeit – Energiearbeit, mediales Schreiben

„Werde was Du bist“ – Befreiung von Fremdenergien jeglicher Art 

Wenn Du Dich angesprochen fühlst, ich arbeite in Wien und Kritzendorf

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Über Jeannette

Hallo & willkommen! Ich bin Viola Jeannette Riner und ich helfe Menschen dabei, ihr inneres Glück zu finden. Mein Motto ist „Folge deinem Herzen!“ – damit du das tun kannst, unterstütze ich dich, mit deinem eigenen Licht und Potenzial in Kontakt zu kommen. Ich bin Alpha Chi Consultant (ACC) und habe u.a. Ausbildungen in der Starlight-Essences-Therapie, Atlantischer Kristallheilung und Lotus Healing. Übrigens: „Viola“ ist mein spiritueller Name und bedeutet: „Die mit dem Herzschlag der Erde tanzt und mit dem Licht der Kristalle Heilung bringt“. Ich freue mich, dich kennenzulernen www.jeannetteriner.com

Kommentare

Eine Perlengeschichte von Erika Kubinger — 5 Kommentare

  1. Liebe Erika!

    Gratuliere, Du hast es geschafft mich zum Lachen, zum Schmunzeln und zum Nachdenken zu bringen! Deine Zeilen sind erheiternd und informativ zugleich. Sehr lebendig geschrieben.
    Ja der heilige Antonius hilft uns wirklich die verlegten Sachen schnell wieder zu finden, wie schön das es diese Engelswesen gibt!
    Die Geschichte ist auch absoulut authentisch geschrieben, das macht sie so lebendig.

    Herzlichen Danke für Deine Perle!

  2. Danke, Susanne, freut mich dass es so rübergekommen ist, authentisch und lebendig und Freude soll das Ganze ja auch machen, sonst ist es schon wieder fad.
    Freu mich schon aufs weitermachen
    Bis sehr bald
    Erika

  3. Liebe Erika, deine Geschichte erinnert mich an meine Mutter, die mir in meinen Teenagerjahren einen Siegelring kaufte, der mir ungewollt vom 2. Stockwerk übers Dach auf eine Wiese rollte. Auch sie betete zum Hl. Antonius und sie fand den Ring tatsächlich. Ich habe ihn heute noch und halte ihn in Ehren. Mein Motto ist: „Wer will, findet Wege“. Vielleicht war es der absolute Glaube an die heiligen Mächte, vielleicht der absolute Wille und Wunsch, das Goldstück, mit viel Liebe für die Tochter gekauft, wieder zu finden. Meine Mutter war auch nie verzweifelt in ihrem Leben, obwohl sie viel Leid durch den Krieg und dessen Auswirkungen erfuhr. Augenblicklich wird mir jetzt bewusst, während ich dies hier poste, dass ich, speziell von meiner Mutter, schon wieder ein neues, wundervolles Erbe entdecke. Auch ich bin in der glücklichen Lage, niemals zu verzweifeln, indem ich bei all meinen Vorhaben, wie einst meine Mutter, immer die Ökologie in Betracht ziehe (Auswirkung auf Andere) und im festen Glauben an eine harmonische, glückliche, friedvolle Zukunft bin, für die ich auch täglich aufs neue bete bzw. bitte. Und nun zum Thema „Schlüssel verlegen“: Ich sehe das genau so wie du, wenn mir oft der „Weisheit letzter Schluss“ fehlt, bin ich auf Schlüsselsuche. Seitdem mir das bewusst ist, ist das meist nicht mehr notwendig. Oh ja, du hast mit deiner Geschichte nicht nur mein Herz tief berührt, dadurch wurde eine ans Universum gestellte Frage beantwortet – nämlich, warum ich „so“ bin, „wie“ ich bin. Ich sehe „vertrauensvoll“ meiner Zukunft entgegen. Es grüßt dich – du wundervolle Perle – herzlichst aus dem Süden von Kärnten – Maria.

  4. Liebe Erika

    herzlichen Dank für Deine Perlengeschichte.
    Schön erinnerst Du uns mit Deiner Geschichte an den heilige Antonius der uns hilft wenn wir etwas verloren haben oder suchen müssen.
    Auch ich weiss dies noch von meiner Mutter her, wie sie mir dies einmal empfohlen hat, als ich meine Schlüssel suchen musste und promt so finden konnte. Auch habe ich diese Anwendung auch schon für eine Freundin gemacht, das genauso gut funktioniert hat und der Ausweis wieder gefunden wurde. Wir sind mit all diesen Energien verbunden und dürfen sie einfach nur herzlich bitten und im Vertrauen nutzen.

    Ich Grüsse Dich
    Jeannette

  5. Habe mit einem Schmunzeln deine Kurzbeschreibung von Lara gelesen. Kleiner Trost, ,,sture“Hunde gehören zur Familie Kubinger. Unser kleiner Bichon ist ein sturer Faserschmeichler, Fremden gegenüber ein Werwolf.

    LG Dani

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